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5 Tipps für eine leichte Geburt

5 Tipps für eine leichtere Geburt

Hier möchte ich Dir 5 bewährte Tipps geben, die meine Kursteilnehmerinnen zusätzlich zum HypnoBirthing-Kurs immer wieder sehr erfolgreich angewandt haben.

Vielleicht hast Du von dem einen oder anderen schon mal gehört.

Ich möchte Dich ermutigen, ein oder zwei davon auszuprobieren, wenn es sich für Dich gut anfühlt.

Es gibt ein paar Dinge, die du in der letzten Phase deiner Schwangerschaft anwenden und damit die Geburt positiv beeinflussen kannst. So kannst Du die Wahrscheinlichkeit erhöhen, eine natürliche und sanfte Geburt zu erleben.

Entspanntes neugeborenes Baby
Mama mit neugeborenem Baby

Dieses neugeborene Baby und seine Mama sehen sehr entspannt und glücklich aus.

Was Du alles für eine natürliche und leichte Geburt machen kannst, erfährst Du hier in diesem Blogartikel:

5 Tipps für eine leichtere Geburt.

Ich wünsche Dir viel Freude und Erfolg beim Umsetzen und eine wunderschöne Geburt damit.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

1. Die Louwen-Diät

2. Akupunktur

3. Datteln

4. Damm-Massage

5. Entspannung in der Wanne

 

1. Tipp - Louwen-Diät

Hast Du schon mal etwas von der Louwen-Diät gehört?

Das erste Mal hat mir vor ein paar Jahren eine Kursteilnehmerin davon erzählt. 

Sie war skeptisch, was diese Diät so kurz vor der Geburt bringen soll, aber sie hat den Versuch gestartet..

mit Riesen-Erfolg: Die Louwen Diät!

Die versprochenen Vorteile der Louwen Diät haben sie und inzwischen schon etliche werdende Mamas überzeugt. 

Nach den Rückmeldungen meiner Kursmamis hat es sich bei fast allen gelohnt, dass sie ab etwa acht Wochen vor der Geburt ihre Ernährung darauf ausgerichtet haben.

 

Was ist die Louwen Diät? 

Die Louwen Diät ist benannt nach dem Arzt und Leiter des selbstständigen Bereichs Geburtshilfe und Pränatal Medizin der Uni Frankfurt Prof. Dr. Frank Louwen.

Sie wird Schwangeren in den letzten sechs bis acht Wochen der Schwangerschaft empfohlen. 

Die Louwen-Diät ist eine spezielle Ernährungsform, die Schwangeren helfen soll, eine leichtere Geburt zu haben. Sie wurde von Dr. Louwen entwickelt und basiert auf dem Prinzip, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten.

 

Was ist dran an der Louwen Diät? 

Die Louwen-Ernährung ist keine Diät zur Gewichtsreduktion, sondern zur Erleichterung der Geburt.

Konkret verzichtet werden sollte bei dieser Ernährung auf alles, was den Blutzuckerspiegel zu stark ansteigen lässt. Das Ernährungskonzept nach Louwen ähnelt einer Ernährung nach dem GLYX-Prinzip oder auch der LOGI-Diät.

 

Zwischen der 32. SSW und der 34. SSW kann gestartet werden und es wird dabei geraten, auf bestimmte Kohlenhydrate und Zucker zu verzichten.

 

Welche Vorteile hat die Louwen Diät für Schwangere?

Wenn man liest, welche Vorteile die Louwen Diät für die Geburt bringen soll, versteht man schnell, warum viele Schwangere an der Ernährungsumstellung so sehr interessiert sind und es für sich ausprobieren: 

  • Rechtzeitige Geburt zum ET
  • Leichtere Geburt
  • Schnellere Geburt
  • Weniger Schmerzen bei der Geburt 

Was Du bei der Louwen Diät nicht essen solltest:

Die Louwen-Diät sieht vor, dass Schwangere in den letzten sechs bis acht Wochen vor der Geburt auf bestimmte Lebensmittel verzichten, die den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen. 

Diese Lebensmittel sollten vermieden werden:

  • Weißmehlprodukte 
  • Brot und Nudeln aus Weißmehl
  • Reis und Hirse
  • Süßigkeiten und Kuchen
  • Fruchtsäfte
  • Fertiggerichte
  • Zuckerhaltige Getränke

Was Du bei der Louwen Diät essen darfst:

In den letzten Wochen vor der Geburt soll bei der Louwen-Ernährung vor allem auf Vollkorn-Produkte und eine nährstoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse gesetzt werden.

Gemüse ist während der Schwangerschaft sowieso immer eine gute Energiequelle und gesund.

 

Schwangeren wird empfohlen, Lebensmittel essen, die den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen und gut sättigen, wie zum Beispiel:

  • Vollkornprodukte
  • Gemüse
  • Obst
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Samen
  • Milchprodukte
  • Fleisch

Welches Obst und Gemüse ist gut geeignet bei der Louwen Diät? 

Obst: Äpfel, Aprikosen, Beeren, Kirschen, Kiwis, Pfirsiche, Pflaumen, Zitrusfrüchte.  

Gemüse: Auberginen, Blattsalat, Bohnen, Brokkoli, Gurken, Kohl, Möhren, Paprika, Rüben, Sellerie, Spinat, Tomaten, Zucchini, Zwiebeln.

 

Der meiner Meinung nach wichtigste und einfachste Tipp ist:

kein Kristallzucker und kein Weißmehl, das reicht meist schon sich zu merken.  

Z.B. ein Vollkornbrötchen mit Käse und Butter zum Frühstück ist also eine gute Wahl.

 

Warum kein Zucker?

Können Süßigkeiten oder zuviel Brot, Nudeln, Pizza und Kuchen die Wehen hemmen?

Zucker und Weißmehl lassen den Blutzuckerspiegel stark ansteigen und dies kann negative Auswirkungen auf die Geburt haben.

 

Prostaglandine:

Hohe Blutzucker-Spiegel hemmen die Produktion der Prostaglandine (Gewebshormone).

Prostaglandine sind Hormone, die für die Wehentätigkeit verantwortlich sind.

Prostaglandine sind auch für eine leichte Öffnung des Muttermundes / Gebärmutterhalses sehr wichtig. 

Sie machen den Gebärmutterhals/Muttermund weicher und sind außerdem für die Entstehung der Geburtswehen wichtig.

 

Eine ausreichende Prostaglandin-Produktion kann dazu beitragen, dass die Wehen regelmäßiger und stärker werden und die Geburt schneller verläuft.

Die Louwen-Diät kann Dir helfen, eine leichtere Geburt zu haben, indem sie den Blutzuckerspiegel konstant hält und die Prostaglandin-Produktion anregt.

Weiterhin ist Bewegung sehr gut, denn auch Bewegung senkt den Blutzuckerspiegel. 

 

Es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit der Louwen-Diät eindeutig belegen.

Allerdings gibt es viele positive Erfahrungsberichte von Frauen, die die Diät während ihrer Schwangerschaft befolgt haben.

Wenn du dich für die Louwen-Diät interessierst, solltest du dich vor der Umsetzung mit deinem Arzt oder deiner Hebamme beraten. 

Fazit:

Ich finde, einen Versuch ist es allemal wert.

So kompliziert ist es nicht und auch der Verzicht ist nicht so gravierend, dass man sich total einschränken müsste.

Und wenn als Belohnung eine schnellere und leichtere Geburt möglich ist, hat es sich auf alle Fälle gelohnt, die paar Wochen auf Zucker und Weißmehl zu verzichten.

 

2. Tipp - Akupunktur

Die Akupunktur als Vorbereitung zur Geburt ist eine wunderbare Anwendungsform der Akupunktur, mit der Frauen ab etwa der 36. Schwangerschaftswoche behandelt werden können, um die Geburt zu unterstützen.

 

Wer vor der Geburt ein paar Sitzungen bei einem erfahrenen Akupunktur-Therapeuten bucht, kann den Ablauf der Entbindung erleichtern und / oder beschleunigen.

 

Akupunktur ist eine jahrtausendealte Behandlungstechnik aus der traditionellen, chinesischen Medizin.

Bei der Akupunktur werden feine Nadeln an bestimmte Stellen deines Körpers - vor allem am Rücken und an den Kniekehlen, Knöchel, immer beidseitig - eingestochen. Dies ist in der Regel vollkommen schmerzfrei.

 

Das Ziel ist, Blockaden zu lösen und körpereigene Stoffe zu mobilisieren, die Schmerzen lindern sollen.

Viele werdende Mütter berichten, dass die Akupunktur-Sitzungen ihnen geholfen hätten, Übelkeit, Kopfweh und Rückenschmerzen zu lindern.

Auch der Geburtsprozess kann damit sehr positiv unterstützt werden, sodass die Geburt unkompliziert und schneller ablaufen kann.

Bei Interesse frage deine Hebamme / Ärztin. Viele Hebammen bieten diesen sehr hilfreichen Service an.

Die Kosten für die Akupunktur-Sitzung musst du in der Regel selbst tragen.

 

Schwangerschaftsbeschwerden, die mit Akupunktur erleichtert werden können, sind z. B.:

  • Schwangerschaftserbrechen - Hyperemesis
  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • vorzeitige Wehen
  • Angst, Unruhezustände
  • Schlafstörungen
  • Fehllagen des Kindes
  • Rückenschmerzen
  • schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck

3. Tipp - Datteln

Kann der tägliche Genuss von Datteln am Ende der Schwangerschaft die Geburtsdauer tatsächlich verkürzen?

Zwei Studien belegen, dass dies tatsächlich zutrifft.

 

Mit diesem Thema haben sich zwei Gruppen von Wissenschaftlern beschäftigt.

Ihre Forschungsergebnisse geben positive Hinweise und eine klare Empfehlung zum Dattelverzehr in den letzten vier Schwangerschaftswochen.

 

Im Jahr 2011 hat der jordanische Forscher "Al-Kuran"  und seine Forschergruppe mit einer kontrolliert-randomisierter Studie herausgefunden, dass der tägliche Konsum von sechs Datteln ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche zu einer signifikanten Verkürzung der Öffnungsphase der Geburt führt.

Die 69 werdenden Mamas, die Datteln gegessen hatten, trafen mit einer größeren Muttermundweite in der Entbindungsklinik ein und hatten häufiger eine noch intakte Fruchtblase, als die Gebärenden der Kontrollgruppe.

 

Zudem war bei den Dattel-Mamas der Einsatz von künstlichen Hormonen (Prostaglandin und Oxytocin) während der Geburt um 20 % geringer.

2017 wurden diese Studienergebnisse dann nochmals in einer iranischen Studie von dem Forscher "Kordi" mit einer Teilnehmeranzahl von 182 Erstgebärenden zwischen 18 und 35 Jahren bestätigt.

Die Studiengruppe wurde randomisiert in zwei Gruppen à 91 Frauen aufgeteilt, von denen eine Gruppe ab vier Wochen vor dem Entbindungstermin täglich 70 bis 76 g Datteln verzehrte.

Die Kontrollgruppe aß keine Datteln.

Diese Studie ergab außerdem zu den jordanischen Ergebnissen, dass auch die Geburtsphase- (Austreibungs- und Plazentarperiode) um einiges kürzer war, wenn ab vier Wochen vor dem Entbindungstermin 70 bis 76 g Datteln pro Tag gegessen wurden. Nebenwirkungen wurde keine beobachtet.

 

FAZIT:

Schwangere, die ab der 36. SSW täglich ca. sechs Datteln (etwa 70 bis 76 g) essen, können sich möglicherweise über folgende Vorteile bei der Geburt freuen:

  • häufiger intakte Fruchtblase bei der Geburt
  • verkürzte Latenzphase, d.h. die Phase mit regelmäßigen und spürbaren Wehen bei noch geschlossenem Muttermund
  • kürzere Geburtsphase (Austreibungsphase), d.h. die eigentliche Geburt ist von dem Moment an, wenn der Muttermund komplett offen ist und das Baby sich in den Geburtsweg, in die Vagina hinein bewegt, bis es ganz auf der Welt ist, kürzer.
  • schnellere Nachgeburt der Plazenta
  • es sind weniger und seltenere Gabe von künstlichen, wehenfördernden Hormonen wie Prostaglandine und Oxytocin nötig

Die Ergebnisse beider Studien zeigen, dass es hinsichtlich einer Verkürzung der Geburtsphasen sehr hilfreich sein kann, ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche täglich ca. sechs Datteln also etwa insgesamt 70 bis 75 g, zu essen.  

Studien / Referenzen:

Al-Kuran, O. et al. (2011). The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. Journal of Obstetrics and Gynaecology, 31(1): S. 29-31

Kordi, M., Meybodi, F., Tara, F., Fakari, F. et al. (2017): Effect of Dates in Late Pregnancy on the Duration of Labor in Nulliparous Women. Iran Journal of Nursing and Midwifery, 22(5):renzen:

Al-Kuran, O. et al. (2011). The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. Journal of Obstetrics and Gynaecology, 31(1): S. 29-31

Kordi, M., Meybodi, F., Tara, F., Fakari, F. et al. (2017): Effect of Dates in Late Pregnancy on the Duration of Labor in Nulliparous Women. Iran Journal of Nursing and Midwifery, 22(5): S. 383-387 

4. Tipp - Damm-Massage

Damm-Massage - was ist das, wie funktioniert das und hilft das überhaupt?

 

Hier sind die häufigsten Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme und die Antworten dazu. 

Was ist das?

Die Dammmassage ist eine bewährte Methode, um den Damm, das Gewebe zwischen Scheide und After auf die Geburt vorzubereiten. 

Die Dammmassage ist eine sanfte Massage, die jede Schwangere ganz leicht bei sich selbst zu Hause durchführen kann.

 

Dabei wird das Gewebe am Damm massiert. Es wird gedehnt, um es elastischer zu machen und dass es besser durchblutet wird. Falls es mit zunehmendem Bauchumfang schwieriger werden sollte, dorthin zu kommen, kann der Partner dies übernehmen.

 

Warum Dammmassage?

Unter der Geburt wird der Damm stark beansprucht: Durch den hohen Druck, den das Baby bei der endgültigen Geburt auf diesen Bereich ausübt und die damit verbundene starke Dehnung, kann es am Damm zu Rissen kommen.

 

Was brauche ich dazu?

Für die Massage eignen sich vor allem pflanzliche Öle, wie zum Beispiel hochwertiges Mandelöl,  Weizenkeimöle oder Jojoba-Öl. Es gibt auch in Apotheken, Drogeriemärkten verschiedene Angebote fertig zusammengestellter spezieller Öl-Mischungen.

Du kannst auch deine Hebamme nach einem geeigneten Öl fragen.

 

Wie funktioniert das? 

Bevor du mit der Massage beginnst, solltest du dir eine entspannte Umgebung schaffen. Vielleicht magst du vorher ein Bad nehmen und machst es dir dann auf dem Sofa oder im Bett bequem.

Für die Damm-Massage gibt es nicht die eine beste Position.

 

Probiere einfach aus, wie es für dich am bequemsten ist.

Hauptsache du fühlst dich wohl und verkrampfst nicht. Viele Frauen führen die Massage im Stehen durch, wobei sie ein Bein zum Beispiel auf dem Badewannenrand oder einem Stuhl aufstellen.

Bitte dazu immer irgendwo anlehnen.

Auch im Liegen kann die Damm-Massage ganz bequem durchgeführt werden.

 

Bitte vorher immer Hände waschen und am besten sind deine Fingernägel nicht zu lang, um Verletzungen vorzubeugen.

Gib nun etwas Öl auf deine Finger und verreibe es einen Moment zwischen den Fingern, damit es leicht erwärmt wird. 

 

Nun führe deinen Daumen vorsichtig in die Vagina ein und massiere mit deinen Fingerspitzen den inneren und äußeren Dammbereich mit sanften, kreisenden Bewegungen von links nach rechts und dehnst das Gewebe strahlenförmig ( wie ein "U" - kein "O" - also nicht rundherum) nur Richtung Anus.

Du kannst ganz langsam von Mal zu Mal den Druck erhöhen.

Du solltest aber nur soviel Druck ausüben, dass du bei der Massage keine Schmerzen hast.

 

Zum Schluss kannst Du mit dem Daumen den Damm zuerst innen massieren und dann etwas nach außen und unten wölben.

Du spürst dabei einen Widerstand, der jedoch nicht weh tun sollte.

Wenn du bei der Durchführung der Dammmassage unsicher bist, wende dich an deine Hebamme.

 

Wichtig: zu starke Manipulationen im Dammbereich können zu vorzeitigen Wehen führen.

Wenn Du dazu neigst, bitte keine Dammmassage durchführen oder vorher mit deiner Hebamme / Arzt/Ärztin absprechen.

Bei Infektionen im Scheidenbereich sollte auch keine Damm-Massage durchgeführt werden.

 

Wann starte ich am besten?

Der beste Zeitpunkt ist ab der 34.Schwangerschaftswoche, also etwa 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin.

Am besten machst du die Massage täglich oder zumindest 3 bis 4 Mal pro Woche. 

Die Dauer sollte etwa 5 bis 10 Minuten sein. 

 

Wann sollte man keine Damm-Massage machen?

Bis etwa zur 34. Schwangerschafts-Woche.

Und bei vorzeitigen Wehen solltest Du mit der Massage besser bis zur 36. Woche warten und vorher bitte unbedingt mit deiner Hebamme oder Arzt/Ärztin abklären. 

 

Für was hilft das?

Dehnt sich die Scheidenöffnung nicht ausreichend oder kommt es zu Komplikationen bei der Geburt, nehmen Ärzte bei medizinischer Indikation Dammschnitte vor.

Normalerweise hilft sich das Gewebe bei zu wenig Platz selbst. Es reißt nur in dem erforderlichen Maß. Dies ist von großem Vorteil, da Risse meist schneller und mit weniger Komplikationen heilen als Schnitte.

 

Mit einer regelmäßigen Damm-Massage kann einem Dammriss oder Dammschnitt oft vorgebeugt werden:

Durch die Massage wird das Gewebe deutlich elastischer und weicher und kann sich bei der Geburt mehr dehnen.

 

Auch wenn es keine Garantie gibt, dass der Damm unter der Geburt nicht doch verletzt wird, hast Du mit einer regelmäßigen Damm-Massage eine viel höhere Chance, ohne Verletzungen wie Risse oder einen Schnitt durch die Geburt zu kommen. 

 

Kann eine Dammmassage Wehen auslösen?

Auch wenn du die Neigung zu vorzeitigen Wehen hast, solltest du die Damm-Massage nicht zu früh beginnen. Starte hier nicht vor der 36. Woche, damit du keine unerwünschten Kontraktionen auslöst. 

 

Alternativen zur Damm-Massage

Auch wenn die Damm-Massage einen sehr positiven Effekt auf die Geburt haben kann, können sich doch nicht alle Frauen mit dieser intimen Form der Massage anfreunden.

Um das Gewebe zwischen Vagina und Anus trotzdem zu lockern, sind Sitzbäder aus Lindenblüten und Heublumen eine gute Alternative.

Bei Krampfadern im Genitalbereich solltest du allerdings keine Sitzbäder vornehmen, da diese dadurch verstärkt werden können. Besprich das gerne in diesem Fall mit deiner Hebamme.

Fazit

  • eine Damm-Massage kann einem Dammriss oder Dammschnitt vorbeugen oder ganz verhindern
  • die Damm-Massage dehnt das Gewebe zwischen Scheide und After
  • empfohlen wird sie etwa ab der 34. Schwangerschaftswoche, etwa 6 Wochen vor ET.
  • am besten täglich, zumindest jedoch 3 bis 4 Mal pro Woche für etwa 5-10 Minuten
  • für die Massage eignen sich pflanzliche Öle oder ein spezielles Dammmassage-Öl
  • alternativ zur Damm-Massage kannst Du Sitzbäder mit Heublumen oder Lindenblüten machen                                         

5. Tipp - Entspannung in der Wanne

 

Vielen Mamis hilft während der Eröffnungsphase ein entspannendes Bad.   

Die Entspannung in der Badewanne kann noch zuhause sein, vor dem Weg in die Klinik.

Auch in den meisten Geburtskliniken steht für die werdende Mami eine Entspannungswanne bereit. 

Diese Entspannung und Lockerung durch die Wärme des Wassers hilft den gesamten Körper zu entspannen und besser loslassen zu können

Dadurch können die Wehen besser angenommen werden und der Muttermund öffnet sich leichter. Diese Entspannung hilft der werdenden Mutter, den Wehen-Schmerz besser anzunehmen und als positiven Aspekt während der Wehentätigkeit und des Geburtsvorgangs zu betrachten. 

 

Auf was Du achten solltest beim Entspannungsbad?

  • Das Entspannungsbad ist ein warmes Bad mit gleichbleibender Wassertemperatur von ungefähr 37° / 38°C), das die schwangere Frau in der Eröffnungsphase nimmt. Bitte nicht heißer baden, da sonst der Kreislauf zu sehr belastet wird und es Dir schwindlig und schummrig werden kann.
  • Dein Körper und dein Kreislauf ist mit der Geburt vollauf beschäftigt und braucht keine zusätzliche Belastung.
  • Auch solltest Du nie baden, wenn Du alleine zuhause bist. Nur wenn jemand dir beim ein- und aussteigen behilflich sein kann und im Falle, dass es dir nicht gut geht, zur Seite stehen kann.
  • Dadurch werden die Wehen leichter aushaltbar und können besser veratmet werden.
  • Das Bad lindert die kontraktionsbedingten Schmerzen und ermöglicht der werdenden Mama, sich zu entspannen und zu lockern.
  • Im Krankenhaus kommt es für Frauen in Frage, deren Wehentätigkeit normal verläuft und bei denen keine PDA (Peridural-Anästhesie) gelegt wurde. Eventuell kannst Du vor der PDA ein entspannendes Bad nehmen.

Das Entspannungsbad bringt dir viele Vorteile und positive Wirkungen:

  • es bringt körperliche und psychische Entspannung
  • durch das warme Wasser wird der gesamte Körper entspannt und locker. Dies wirkt sich auch sehr positiv auf den Muttermund und die kontinuierliche Öffnung aus und dieser kann sich schneller und weniger schmerzhaft öffnen.
  • Durch die Wärme des Wassers wird der Beckenboden und Dammbereich gelockert und wird geschmeidiger
  • Die Anspannung der Gebärmuttermuskeln während einer Wehe kann besser angenommen werden und als natürlichen Vorgang betrachtet werden
  • Die Dauer der Öffnungsphase kann dadurch verkürzt werden
  • Das Gefühl der Leichtigkeit und der viel besseren Bewegung im Wasser durch die Abnahme der Schwerkraft.
  • Durch die Entspannung kann die Gebärmutter besser mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden, was sich sehr positiv auf die Wehentätigkeit und die Versorgung des Babys auswirkt
  • Das Loslassen hilft dem Muttermund sich zu öffnen
  • Die Leichtigkeit und das fast schweben im Wasser bei Bewegungen hilft dem Baby beim Drehen und sich leichter sich nach unten zu bewegen.
  • Verminderung des Angst- Verkrampfungs- Schmerz-Syndrom durch positive Entspannungshormone

Bitte beachten: 

  • das Setzen einer PDA ist bei einer Wassergeburt nicht möglich.
  • es könnte sein, dass wenn die werdende Mutter zu früh ins Entspannungs-Bad steigt, es die Wehentätigkeit aufhalten könnte.
  • die Wassertemperatur darf nicht höher als 37/38° C sein.
  • dadurch können nach einer gewissen Zeit Zittern und Kältegefühl auftreten.
  • ein zu heißes Bad kann beim Baby zu Stress führen 

Fazit:

Ist dein Körper entspannt, ist auch der Muttermund entspannt und kann sich so leichter und schneller öffnen.

Wenn Du also gerne badest, ist dies eine wunderbare Möglichkeit, deine Eröffnungsphase zu verkürzen. 

 

Hier sind einige weitere Tipps für eine leichtere Geburt: 

  • Geh regelmäßig spazieren. Bewegung hilft, den Körper fit und gesund zu halten und die Wehentätigkeit anzuregen.
  • Trink viel Wasser. Wasser ist wichtig für die Flüssigkeitszufuhr und die Befeuchtung der Schleimhäute.
  • Ruhe dich ausreichend aus. Schlaf ist wichtig für die Erholung und die Stärkung des Körpers.
  • Sei positiv eingestellt. Eine positive Einstellung kann dir helfen, die Geburt zu bewältigen und Schmerzen besser zu ertragen.

Was sind Deine Favoriten? Was fühlt sich für dich gut an? 

Haben Dir meine Tipps gefallen?

Schreib mir gerne Deine Meinung und deine Erfahrungen!

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